Corona-Impfstoffe

Während das für die Zulassung von Impfstoffen zuständige Paul-Ehrlich-Institut (PEI) sein hohes Tempo bei der Impfstoffentwicklung verteidigt, dämpfen Ergebnisse der ersten Antikörperstudien die Hoffnung auf eine baldige Lösung des Problems.
Denn in einer der ersten Studien zu den Antikörperlevels von Patienten, die bereits im Januar oder Februar die Erkrankungen durchgemacht hatten, zeigen sich verschwindend geringe Titer an relevanten neutralisierenden Antikörper.

Im Klartext bedeutet dies, dass die Krankheit kaum ein Gedächtnis im Körper der Erkrankten hinterlässt und damit die Gefahr von erneuten Infektionen aber des Versagens einer Impfung steigt. Chinesische Studien hatten bereits gezeigt, dass das Antikörperlevel mit der Symptomschwere korreliert. (Wenige Symptome bedeuten entsprechend wenige Antikörper). Doch auch bei Patienten mit schwerem Verlauf wurde ein rascher Abfall nachgewiesen, so dass nach wenigen Monaten kein Schutz mehr bliebe.
Weltweit gibt es derzeit ca. 150 COVID-19-Impfstoffkandidaten. Einige davon werden bereits an Menschen erprobt.

Autor: Anja Fürbach, Market Intelligence Senior Expert, SVP Deutschland AG
Quelle: www.spiegel.de/wissenschaft/medizin; www.aerzteblatt.de/archiv/214621/

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