Industrie 4.0: Tiefer Transformationsprozess mit strukturellen Hemmnissen

Industrie 4.0 ist mehr als die Digitalisierung und intelligente Vernetzung der Produktion. Sie bringt einen tiefen Transformationsprozess der Unternehmen, der Arbeitswelt bzw. der Wirtschaft, der einzelnen Branchen als solche und der Gesellschaft mit sich. Wie gehen Unternehmen und Führungskräfte mit den neuen Herausforderungen um. Wie sehen ihre Strategien aus? Die Einführung von Industrie-4.0-Technologien variiert nicht nur von Unternehmen zu Unternehmen, sondern auch im Branchenvergleich stark.

Die Automobilbranche beispielsweise setzt innovative Technologien, wie z. B. Robotik, oder moderne Managementpraktiken in deutlich größerem Umfang als andere Branchen ein. Aber auch hier machen Aspekte wie veränderte Kundenpräferenzen und Nachhaltigkeitsanforderungen eine noch höhere Flexibilität und Anpassungsfähigkeit erforderlich. Technologien wie 5G, AI, IoT oder IoT-Plattformen, VR, AR, Cloud-Technologien, 3D-Druck, kollaborative Roboter, Big Data, Blockchain, Drohnen, Edge Computing und Quantum Computing stehen im Mittelpunkt der weiteren Entwicklung. Deren Einsatz verlagert sich in Deutschland zunehmend von der Experimentier- in die Pilotphase. Die Hemmnisse für die Implementierung auf breiter Front sind dennoch weiterhin gewichtig.

Dies geht beispielsweise aus der neu erschienenen Studie ‚Industrie 4.0 Barometer 2019‘ der MHP in Zusammenarbeit mit der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München hervor. Unternehmen setzten offenbar häufig auf eine stetige Evolution wie die schrittweise Vernetzung des Maschinenparks, und auf Aspekte wie Kostenreduktion und Effizienzsteigerung, statt auf eine disruptive Revolution.

Autor: Cecilia Atristain, Market Intelligence Senior Expert, SVP Deutschland AG
Quelle: www.mhp.com/de/unternehmen/studien/
Bild: Gerd Altmann, pixabay.com