Intensivstationen in der Klemme

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Das Fazit nach einer Woche Lockdown light fällt mager aus. Im Vergleich zur Vorwoche haben wir immer noch höhere Inzidenzahlen. Damit kann von einer Entschärfung auf den deutschen Intensivstationen nicht die Rede sein. Denn die Patienten, die hier aufwändig behandelt werden, haben sich im Durchschnitt vor vier Wochen angesteckt.

Vielmehr schieben wir eine Welle potenzieller intensiv-medizinischer Behandlungsfälle vor uns her, die uns erst Mitte Dezember mit voller Härte treffen wird. Die Beteuerungen, dass ausreichend Intensivbetten und Beatmungsplätze zu Verfügung stehen, klingt in den Ohren des Personals wie blanker Hohn, ist doch das eigentliche Bottleneck die personelle Ausstattung.

Einige Kliniken reagieren mit einschneidenden Maßnahmen: Das Klinikum Ludwigshafen schließt seine Entbindungs- und Wöchnerinnen-Station. Ein Vorbild dem bald andere folgen werden.

Autor: Anja Fürbach, Market Intelligence Senior Expert, SVP Deutschland AG
Quelle: Experteninterview