Westenergie geht an den Start

©leo_nik, adobe.stock.com

Die Westenergie AG ist aus der Zerschlagung des Versorgers Innogy durch die beiden DAX-Konzerne E.ON und RWE hervorgegangen und ist mit rund 9.800 Mitarbeitern nun die größte der neun E.ON-Regionalversorgungsunternehmen. Westenergie bündelt alle regionalen Aktivitäten im Westen Deutschlands, also in Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen.

Katherina Reiche ist Vorstandsvorsitzende des Unternehmens. Ihre Kontakte aus ihrer Zeit als Chefin des Verbands kommunaler Unternehmen dürften dabei von Nutzen sein. Westenergie versorgt mit seinen 180.000 km Strom-, 24.000 km Gas-, 5.000 km Wasser- und 10.000 km Breitbandnetzen etwa 7,5 Millionen Menschen. Schwerpunkt des Geschäfts sind dementsprechend die mehr als 1.500 kommunalen Partnerschaften sowie die 130 Beteiligungen an Stadtwerken und Netzgesellschaften.

Im Blick hat das Versorgungsunternehmen neben dem Netzbetrieb Dienstleistungen wie Metering, Breitband oder spezielle Netzservices, die in eigenen Tochtergesellschaften unter dem Dach der AG angesiedelt sind. Um in Zukunft weiter zu wachsen, wird die Entwicklung neuer Services und Produkte vorangetrieben werden. „Smart Poles“ sind ein Beispiel. Dabei handelt es sich um intelligente Straßenlaternen, die als Ladepunkt für Elektroautos dienen, die Luftqualität messen oder umliegendes Gebiet mit schnellem Internet versorgen.

Andere Beispiele sind das Tool „e-prognosis“, mit dem Kommunen die lokale Nachfrage nach E-Mobilität prognostizieren können, oder ein Online-Portal, das Störungen der Infrastruktur transparent macht. Das von Westenergie kommunizierte Ziel ist es „One-Stop-Shop” in Fragen der Energie und Digitalisierung für Kommunen und Stadtwerke zu werden.

Autor: Doris Höflich, Market Intelligence Senior Expert, SVP Deutschland AG
Quelle: EID Infomationsdienst, 29.09.2020