Digitale Transformation in der Chemie-Industrie

Die chemische Industrie steht vor wegweisenden Umbrüchen. Die Digitalisierung und Automatisierung bieten den Unternehmen das Potential, die eigenen Prozessketten zu optimieren und weiterzuentwickeln. Dabei wird die Produktion auf der einen Seite immer enger mit Marketing & Vertrieb und auf der anderen Seite den dazugehörigen Lieferketten verzahnt. Die digitale Transformation lässt völlig verschiedene Unternehmensbereiche immer enger zusammenwachsen. Chemieunternehmen agierten in der Vergangenheit vorwiegend produktionsgetrieben. Durch den hereinbrechenden digitalen Tsunami der digitalen Transformation und der Künstlichen Intelligenz müssen sich die Unternehmen nun plötzlich mit Dingen auseinandersetzen, welche für sie völliges Neuland bedeuten. Schon vor etlichen Jahren hatte das größte US-Chemieunternehmen einen Paradigmenwechsel in der Chemie eingeläutet. Man wolle nicht mehr einfach nur Chemieprodukte anbieten, sondern sich hin zu einem Lösungsanbieter wandeln und stärker auf die Kundenbedürfnisse eingehen, hieß es damals. Um Lösungen anbieten zu können, muss man aber die Problemstellungen und Bedürfnisse der Kunden erst einmal genau erfassen und verstehen. Und genau hier kann die Digitalisierung nun als Transformator an der Schnittstelle zwischen Produktion und Marketing/Vertrieb wirken. Dies wird sicherlich noch einiges an Umdenken in den Unternehmen erfordern, ist aus meiner Sicht aber zwingend erforderlich, um die digitale Transformation erfolgreich zu gestalten und das neue Zeitalter von Chemie 4.0 einzuläuten.

Quelle: SVP Research