Trends, strukturelle Herausforderungen und persistente Ungleichheiten
Die WHO beschreibt Gesundheit als körperliches, geistiges und soziales Wohlbefinden. Diese ganzheitliche Definition zeigt, dass Gesundheit durch soziale, psychologische, ökonomische und präventive Einflüsse geprägt wird.
Tiefgreifende demografische, soziale und technologische Veränderungen haben dazu geführt, dass sich Krankheitslast und Versorgungssysteme spürbar verschoben haben. Nur mit einem umfassenden Verständnis dieser komplexen Zusammenhänge lassen sich Entwicklungen antizipieren und eine langfristige Finanzierung der Gesundheitsversorgung sichern.


Gesundheitstrends und systemische Defizite
Die hohe Verfügbarkeit von Informationen führt oft zu Überforderung und erschwert es, seriöse und evidenzbasierte Gesundheitsquellen zu identifizieren. Besonders die Interpretation medizinischer Studien oder das Erkennen von Werbung für Gesundheitsprodukte ist für viele Laien problematisch.
Bei der Ernährungsbildung zeigen sich Defizite, vor allem bei sozial benachteiligten Gruppen, auch weil der Zugang zu gesunden Lebensmitteln und Bildungsangeboten für Kinder nach wie vor begrenzt ist. Gesundheits-Apps und Wearables fördern eine individualisierte Sicht auf Gesundheit, bergen aber gleichzeitig Risiken für Fehldeutungen und medizinisch problematische Selbstoptimierung, da ärztliche Begleitung oft fehlt.

Persistente gesundheitliche Ungleichheiten
Trotz hoher Ausgaben gibt es in Deutschland und in ganz Europa ausgeprägte gesundheitliche Ungleichheiten. Zahlreiche Public-Health-Studien belegen deutlich, dass der sozioökonomische Status eng mit Krankheitslast, Nutzung von Präventionsangeboten und Lebenserwartung verknüpft ist.
Strukturschwache Regionen sind dabei doppelt benachteiligt: Dort fehlt es nicht nur an entsprechender Infrastruktur, sondern auch an finanziellen Mitteln für eine gute medizinische Versorgung und – noch viel wichtiger – für die Vorbeugung von Krankheiten.

Digitalen Lösungen gelingt es nicht, diese Lücken zu schließen und besonders vulnerable Gruppen u.a. Migranten, Alleinerziehende oder Arbeitslose zu erreichen. Die Schwächen des deutschen Gesundheitssystems werden vor allem im direkten europäischen Vergleich mit Ländern wie Schweden oder der Schweiz deutlich, die beide aufgrund ihrer zentral koordinierten Public-Health-Politik bessere Ergebnisse bei Prävention und Lebenserwartung erzielen.
Gesundheitskompetenz im europäischen Vergleich

Diese Werte spiegeln die Effektivität nationaler Präventionspolitik wider – und dokumentieren deutliche strukturelle Defizite in niedrigschwelligen Angeboten, Koordination und Vermittlung von Gesundheitskompetenz.

Strukturelle Herausforderungen der Prävention
Die Präventionspolitik in Deutschland ist stark fragmentiert und erreicht gerade jene nicht, die sie am dringendsten brauchen. Hürden bestehen durch:
- fehlende Niedrigschwelligkeit und Alltagsnähe
- unregulierte Gesundheitskommunikation und wachsende Desinformation
- regionale Unterschiede, die besonders Migranten, Alleinerziehende oder Arbeitslose benachteiligen
- ernährungspolitische Maßnahmen wie verpflichtende Lebensmittelkennzeichnung oder gezielte Förderung gesunder Lebensmittel fehlen entweder oder werden zu industriefreundlich umgesetzt.
Viel Luft nach oben – und ein klarer Auftrag
Die Diskrepanz zwischen technischem Potenzial und realen Strukturen bleibt groß. Gesundheitliche Chancengleichheit zu fördern ist eine gesellschaftliche Aufgabe, die über individuelle Verantwortung hinausgeht und systemischen Barrieren entgegenwirken muss. Dies verlangt eine sozial ausgewogene, evidenzbasierte, institutionell abgestimmte und gegenüber Desinformation resiliente Gesundheitsförderung, bei der alle Parteien und Interessengruppen an einem Strang ziehen sollten, wenn wir eine nachhaltig verbesserte Gesundheitsversorgung für Deutschland erreichen wollen.
Viele sinnvolle Maßnahmen sind bekannt, werden aber nicht konsequent umgesetzt: Zuckersteuer, Lebensmittelampel, Förderung gesunder Lebensmittel oder stadtplanerische Ansätze gegen Hitze und schlechte Wohnbedingungen. Länder wie Österreich zeigen seit 2019, dass ein struktureller politischer Ansatz möglich ist.
Bei allem Pessimismus wollen wir aber auch die guten Nachrichten nicht verschweigen: Zwei Drittel der deutschen Bevölkerung schätzen ihre Gesundheit weiterhin als gut bzw. sehr gut ein – und das trotz einer allgemeinen Polykrise, die den Menschen zu schaffen macht.

Anja Führbach, Market Intelligence Senior Expert
Quellen:
- https://www.aok.de/
- https://www.rki.de/
- SVP-Research
Die Zukunft der Elektromobilität
Die eine Superbatterie für alle Elektroautos, die alle Vorzüge wie Leistungsstärke, Langlebigkeit, kurze Ladezeiten sowie Nachhaltigkeit optimal vereint, wird es mit großer Wahrscheinlichkeit nicht geben. Dafür aber verschiedene „Gut-für-diesen-Zweck-Batterien“. Laut ADAC werden die spezifischen Anforderungen der Kunden und ihre Zahlungsbereitschaft darüber entscheiden, welche Batterie in Zukunft in einem Elektroauto eingebaut wird.

Die Vielfalt moderner Batterietechnologien ist Ausdruck eines Zusammenspiels aus technologischem Fortschritt, wirtschaftlichem Druck und gesellschaftlichen Erwartungen. Faktoren wie die Verfügbarkeit von Rohstoffen, geopolitische Unsicherheiten und steigende Kosten wirken sich ebenso auf die Wahl der Batterietechnologie aus wie die Anforderungen an Reichweite und ein wachsendes Umweltbewusstsein. Die Hersteller reagieren darauf zunehmend mit einer differenzierten Akku-Strategie: Sie setzen verschiedene Batterietypen gezielt in Abhängigkeit von Fahrzeugsegment, Marktbedingungen und Anwendungsprofil ein.
Wichtigste Batterietypen
Innerhalb der Lithium-Ionen-Akkus unterscheiden sich vor allem zwei wesentliche Zelltypen: Zum einen jene, die auf Lithium-Nickel-Mangan-Cobalt-Oxiden (NMC) basieren, und zum anderen solche, die auf Lithium-Eisen-Phosphat (LFP) beruhen.
- NMC-Lithium-Ionen-Batterien (Nickel-Mangan-Kobalt) gelten derzeit als bevorzugte Lösung für Elektrofahrzeuge, insbesondere aufgrund ihrer hohen Energiedichte und des geringen Platzbedarfs. Sie zeichnen sich durch Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit aus und werden voraussichtlich auch in den kommenden Jahren vor allem im mittleren und oberen Marktsegment dominieren. Allerdings gehen mit dieser Technologie auch hohe Materialkosten sowie ökologische und ethische Herausforderungen bei der Gewinnung von Kobalt und Nickel einher.
- LFP-Batterien (Lithium-Eisenphosphat) gelten als kostengünstige und langlebige Alternative zu NMC-Zellen. Sie kommen ohne teure Schwermetalle wie Nickel, Mangan und Kobalt aus und sind dadurch preiswerter in der Herstellung und ökologisch unbedenklicher. Zwar weisen sie eine geringere Energiedichte auf, dafür überzeugen sie durch hohe Zyklenfestigkeit und thermische Stabilität. LFP-Akkus eignen sich besonders für preisorientierte Fahrzeugmodelle sowie Einsatzbereiche mit geringeren Reichweitenanforderungen, etwa im urbanen Raum. Viele Hersteller setzen sie bereits erfolgreich in Einstiegsmodellen und Stadtautos ein.
In diesem Zusammenhang verdienen auch Natrium-Ionen- und Feststoffbatterien besondere Erwähnung.
- Natrium-Ionen-Batterien ähneln im Aufbau den klassischen Lithium-Ionen-Akkus, verwenden jedoch Natrium statt Lithium als Ladungsträger. Natrium ist kostengünstig, weltweit in großen Mengen verfügbar und gilt als umweltfreundlicher in der Gewinnung. Ein Meilenstein wurde im Dezember 2023 erreicht: Der chinesische Hersteller JAC brachte die ersten Elektroautos mit serienmäßig verbauten Natrium-Ionen-Akkus auf den Markt. Ein wesentlicher Nachteil dieser Technologie ist die geringere Energiedichte im Vergleich zu Lithium-Ionen-Batterien. Dennoch sehen Fachleute großes Potenzial im Einstiegs- und Niedrigpreissegment sowie für Anwendungen mit moderatem Leistungsbedarf.
- Feststoffbatterien gelten als vielversprechende Schlüsseltechnologie für die Elektromobilität der Zukunft. Anstelle flüssiger Elektrolyte, wie sie in herkömmlichen Lithium-Ionen-Batterien verwendet werden, kommen hier feste, meist keramische oder polymere Materialien zum Einsatz. Dies ermöglicht eine höhere Energiedichte, eine deutlich verbesserte Sicherheit sowie eine längere Lebensdauer der Akkus. Aktuell stehen jedoch hohe Produktionskosten und technologische Hürden einer breiten Markteinführung im Weg. Ein Serieneinsatz ist frühestens gegen Ende des Jahrzehnts zu erwarten – und voraussichtlich zunächst ausschließlich im Premiumsegment.
Darüber hinaus befindet sich eine Vielzahl weiterer Technologien in der Entwicklung. Die Batterieforschung birgt nach wie vor enormes Potenzial.

Zahlungsbereitschaft als limitierender Faktor
Die hohen Anschaffungskosten bleiben eine der größten Hürden für den breiten Umstieg auf Elektrofahrzeuge. Laut einer weltweiten McKinsey-Studie ist nur rund ein Drittel der Befragten in Europa und den USA bereit, einen Aufpreis für ein Elektroauto im Vergleich zu einem gleichwertigen Verbrennerfahrzeug zu zahlen. Weltweit geben lediglich 33 Prozent der potenziellen Käufer an, dass sie unter den derzeitigen Preisbedingungen wahrscheinlich ein Elektrofahrzeug erwerben würden.
Auch in Deutschland zeigt sich eine ausgeprägte Preis-Sensibilität. Einer repräsentativen YouGov-Umfrage im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur zufolge nennen 47 Prozent der Befragten die hohen Anschaffungskosten als Hauptgrund gegen den Kauf eines Elektroautos. Auf die Frage nach dem maximal akzeptierten Kaufpreis zeigt sich ein deutliches Preisgefälle:
Maximal akzeptierter Kaufpreis

- 16 % nennen eine Obergrenze von 15.000 Euro
- 14 % von 20.000 Euro
- 12 % von 25.000 Euro
- 8 % von 30.000 Euro
Damit sind Elektrofahrzeuge mit einem Preis über 30.000 Euro, wie sie derzeit den Markt weitgehend dominieren, für rund die Hälfte der potenziellen Käufer finanziell nicht attraktiv.
Zudem äußerten viele Befragte eine klare Präferenz für deutsche und europäische Hersteller, obwohl diese Marken häufig im höheren Preissegment positioniert sind. Daraus ergibt sich eine Marktlücke im erschwinglichen Preissegment, die bislang nur unzureichend bedient wird – ein Umstand, der den Hochlauf der Elektromobilität zusätzlich bremst.
Günstigere Preise könnten die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen deutlich ankurbeln. Staatliche Subventionen können dabei zwar kurzfristig Anreize schaffen, bieten jedoch keine dauerhafte Lösung. Eine nachhaltige Preissenkung erfordert vor allem effizientere Kostenstrukturen seitens der Hersteller, insbesondere im Bereich der Batterietechnologie, die weiterhin den größten Kostenfaktor darstellt.
In kleineren Fahrzeugklassen könnte künftig die kostengünstigere, wenn auch leistungsschwächere Natrium-Ionen-Technologie an Bedeutung gewinnen. Sie bietet sich vor allem dort an, wo geringere Reichweiten ausreichen und der Preis im Vordergrund steht. Feststoffbatterien mit ihrer höheren Energiedichte und besseren Sicherheitsbilanz dürften sich hingegen im Premiumsegment durchsetzen, wo höhere Preise eher akzeptiert werden und die technologischen Vorteile stärker ins Gewicht fallen.
Die neuen Differenzierungsfaktoren
Ladezeit
Während der Anschaffungspreis eine zentrale Einstiegshürde darstellt, gelten Reichweite und Ladezeit zunehmend als entscheidende Unterscheidungsmerkmale im Wettbewerb der Elektrofahrzeuge. Laut einer aktuellen McKinsey-Umfrage liegt die von Kunden erwartete Mindestreichweite bei rund 500 Kilometern. Modelle, die 650 bis 700 Kilometer schaffen, heben sich deutlich vom Wettbewerb ab und genießen eine höhere Kaufpräferenz.
Auch die Ladezeit spielt eine wesentliche Rolle. Als akzeptabel gelten Ladezeiten von bis zu 30 Minuten auf 80 Prozent Kapazität, vorausgesetzt, das Fahrzeug wird mit niedrigem Akkustand geladen. Rund ein Drittel der potenziellen Käufer wünscht sich jedoch deutlich kürzere Ladezeiten von unter 20 Minuten, ein Anspruch, den derzeit nur wenige Premiumfahrzeuge mit moderner 800-Volt-Technologie erfüllen.
Reichweite
Trotz aller technologischen Fortschritte zeigt sich: Die Reichweite bleibt für die meisten Kunden wichtiger als die Ladezeit. Die Zahlungsbereitschaft für zusätzliche Kilometer liegt nahezu doppelt so hoch wie für verkürzte Ladezeiten. In konkreten Zahlen: Deutlich mehr Käufer sind bereit, für 50 Kilometer zusätzliche Reichweite zu zahlen, als für eine Ladezeitverkürzung um zehn Minuten.
Für Hersteller ergibt sich daraus die Notwendigkeit, je nach Zielgruppe und Fahrzeugsegment bewusst zu priorisieren: Reichweitenoptimierung oder Ladegeschwindigkeit?
Eine interessante Zwischenlösung bei Reichweitenbedenken bieten Extended-Range Electric Vehicles (EREVs). Diese Fahrzeuge kombinieren einen elektrischen Hauptantrieb mit einem kleinen Verbrennungsmotor als Generator, der nur zum Nachladen dient. Dadurch erreichen EREVs eine rein elektrische Reichweite von 160 bis 320 Kilometern – deutlich mehr als die 30 bis 60 Kilometer klassischer Plug-in-Hybride – und eignen sich besonders für Nutzer, die hauptsächlich elektrisch fahren möchten, aber Sicherheit durch zusätzliche Reichweite schätzen.

Technologische Vielfalt als logische Konsequenz
Die Entwicklung moderner Batterietechnologien wird nicht allein von technischem Fortschritt bestimmt, sondern maßgeblich von externen Rahmenbedingungen geprägt. Rohstoffverknappung, volatile Preise und geopolitische Unsicherheiten erschweren eine verlässliche Langfristplanung und erhöhen das wirtschaftliche Risiko für Hersteller. Gleichzeitig birgt das Recycling von Batteriematerialien erhebliches Potenzial: Studien zufolge lassen sich dadurch die Lebenszykluskosten um bis zu 45 Prozent senken.
Der zunehmende internationale Wettbewerbsdruck wirkt dabei als Innovationsmotor, verschärft aber auch den Preiskampf innerhalb der Branche. In diesem komplexen Umfeld wird deutlich: Eine universelle Batterielösung für alle Anforderungen wird es nicht geben. Welche Technologie in welchem Fahrzeugsegment zum Einsatz kommt, hängt entscheidend von den Nutzererwartungen, dem Anwendungsprofil und der Zahlungsbereitschaft ab. Hersteller werden daher künftig verschiedene Batterietechnologien parallel anbieten – abgestimmt auf spezifische Anforderungen an Reichweite, Ladegeschwindigkeit, Lebensdauer und Kosten. Diese Parameter variieren stark zwischen Stadtautos, Langstreckenfahrzeugen, Nutzfahrzeugen und Premiumsegmenten.
Technologische Vielfalt ist damit keine Übergangserscheinung, sondern ein dauerhafter Zustand. Die Zukunft der Elektromobilität liegt nicht in der einen „Super-Batterie“, sondern im intelligenten Zusammenspiel spezialisierter Lösungen – angepasst an Markt, Zweck und Zielgruppe.

Doris Höflich, Market Intelligence Senior Expert
Quellen:
- ADAC
- McKinsey
- Autohaus
- MRD-Wissen
- Visio Mobility / YouGov
Wissen teilen. Innovation gestalten. Zukunft der Market Intelligence erleben.
KI-Tools, automatisierte Analysen und integrierte Plattformen verändern aktuell die Arbeit von Market Intelligence-Teams grundlegend. Doch wie weit sind Unternehmen wirklich – organisatorisch, technologisch und kulturell?
Diese und weitere Fragen stehen im Mittelpunkt des Market Intelligence Benchmark-Talk bei SVP in Heidelberg. Nach dem positiven Feedback auf die vergangenen Kamingespräche haben wir das Format weiterentwickelt und bieten wieder einen offenen Rahmen – für Weiterentwicklung, Austausch zum Stat of the Art und neue Perspektiven mit einem klaren Fokus auf aktuelle KI-Tools, MI-Plattformen und erfolgreiche Anwendungsstrategien.
Der Benchmark-Talk bietet die Gelegenheit, voneinander zu lernen, aktuelle Entwicklungen einzuordnen und die eigene Market Intelligence-Arbeit gezielt weiterzuentwickeln.
Im Fokus stehen:
- Erfahrungen mit dem Einsatz der KI-Tools im Research-Alltag
- Austausch zu Erfahrungen mit MI-Plattformen
- Organisation und Funktionen der MI-Teams heute und morgen
Ihr Mehrwert:
- Offener Austausch zu aktuellen Trends, Herausforderungen und Technologien in der MI
- Konkrete Lösungsansätze und Best Practices aus dem Dialog mit Branchenkollegen
- Praxisnahe Impulse zu Studienbewertung, Tool-Einsatz und KI-Integration
Für Teilnehmende, die bereits am Vorabend anreisen, bieten wir am 18. März 2026 ein Networking-Programm an. Der Abend beginnt mit einem Spaziergang durch die historische Altstadt Heidelbergs – eine Gelegenheit, die Stadt kennenzulernen und erste Kontakte zu knüpfen. Im Anschluss findet ein gemeinsames Abendessen statt, das Raum für fachlichen Austausch und persönliche Gespräche bietet. So können Sie bereits vor dem MI-Benchmark-Talk in den Dialog mit Experten und SVP-Mitarbeitern treten und Ihr berufliches Netzwerk gezielt erweitern.
Erweitern Sie Ihr Fachwissen und Ihr Netzwerk
MI-Benchmark-Talk
Datum: 19. März 2026 | Uhrzeit: 10 bis 15 Uhr
Kosten: 175 € zzgl. MwSt.
(inkl. Speisen & Getränke)
Ort: Heidelberg
Networking-Veranstaltung
Datum: 18.-19. März 2026 | Beginn: 18 Uhr
Kosten: 250 € zzgl. MwSt.
(Teilnahme am MI-Benchmark-Talk sowie Spaziergang durch Heidelberger Altstadt inkl. einem abschließenden Abendessen)

Anmeldung
Isabelle verstärkt unser Marketing-Team
Wir freuen uns sehr, Isabelle als neues Teammitglied bei uns begrüßen zu dürfen!
Nach ihrer Ausbildung in der Verwaltung hat sie schnell erkannt, dass ihre kreative Seite mehr Entfaltung braucht. Bei SVP Deutschland AG findet sie genau diesen Raum – und bereichert seit Oktober unser Team im Bereich Social Media.
Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit und heißen sie herzlichen willkommen!

Abschied in die Rente nach fast 10 Jahren

Gestern hieß es bei SVP Abschied nehmen von einer ganz besonderen Kollegin: Evmarie hat nach fast 10 Jahren ihren letzten Arbeitstag bei uns gehabt. Ein Moment, der uns einmal mehr bewusst gemacht hat, wie schnell die Zeit vergeht und wie viel Spuren jemand hinterlassen kann, der Tag für Tag mit Engagement, Kompetenz und Herzblut bei der Sache ist.
In diesen beinahe zehn Jahren hat Evmarie den Vertrieb tatkräftig unterstützt, das Verwaltungsteam entlastet und mit ihrem grünen Daumen dafür gesorgt, dass keine Pflanze im Büro ohne ihre Fürsorge überlebt hat. Ihre ruhige und verlässliche Art, mit der sie Aufgaben anging und Herausforderungen meisterte, hat unseren Arbeitsalltag entscheidend geprägt.
Zum Abschied gab es selbstverständlich Pizza, liebevoll ausgewählte Geschenke und – natürlich – ihre legendäre Linzertorte, die schon so manchen Nachmittag gerettet hat. Doch all das sind nur äußere Zeichen unserer Wertschätzung. Viel bedeutsamer ist das, was Evmarie uns täglich mitgegeben hat: ihre Professionalität, ihre Geduld, ihre Hilfsbereitschaft und all die kleinen Momente, die unseren Arbeitsalltag menschlicher und angenehmer gemacht haben.
Nun beginnt für Evmarie ein neues, spannendes Kapitel: mehr Zeit für die Familie, Reisen und all die Dinge, die in den letzten Jahren manchmal zu kurz kamen. Wir werden ihre Präsenz, ihr Lächeln und nicht zuletzt ein Stück Linzertorte sehr vermissen.
Wir wünschen Evmarie von Herzen alles Gute, viel Erfolg und Freude auf ihrem neuen Lebensweg!
Yulia verstärkt unser Telemarketing

Wir freuen uns sehr, Yulia als neues Teammitglied bei uns begrüßen zu dürfen!
Mit ihrer umfangreichen Erfahrung in Telefonbefragungen bringt sie genau die Kommunikationsstärke, die unser Telemarketing auszeichnet.
Besonders spannend ist Yulias zusätzliche Qualifikation: Als ausgebildete Konferenzdolmetscherin versteht sie es, Botschaften präzise, empathisch und in mehreren Sprachen auf den Punkt zu bringen. Diese Fähigkeit macht sie zu einer wertvollen Bereicherung für unser Team – sowohl im direkten Kundendialog als auch in der internen Zusammenarbeit.
Wir sind begeistert, Yulia an Bord zu haben, und freuen uns auf die gemeinsame Arbeit und spannende Projekte.
Finden Sie die Lösung Ihrer MI-Challenge
Die Welt der Market Intelligence befindet sich in einem dynamischen Wandel. Neue Informationsplattformen, innovative Softwarelösungen und insbesondere der zunehmende Einsatz von Künstlicher Intelligenz verändern die Arbeitsweise von MI-Teams nachhaltig. Umso wichtiger ist es, den fachlichen Austausch über aktuelle Entwicklungen, Praxiserfahrungen und zukunftsweisende Lösungsansätze aktiv zu fördern.
Genau dazu laden wir Sie herzlich am 25. September 2025 nach Heidelberg ein – zu unserem SVP Market Intelligence-Kamingespräch.
Diese Veranstaltung ist bewusst keine klassische Konferenz, sondern ein dialogorientiertes Weiterbildungsformat in vertrauensvoller und professioneller Atmosphäre. Fach- und Führungskräfte aus dem Bereich Market Intelligence kommen zusammen, um aktuelle Themen und individuelle Herausforderungen aus dem Berufsalltag offen zu diskutieren.
Im Zentrum steht der Austausch auf Augenhöhe: Bringen Sie Ihr eigenes Thema oder eine konkrete Challenge aus dem MI-Bereich mit. Gemeinsam mit anderen Expertinnen und Experten entwickeln Sie praxisnahe Lösungsansätze, beleuchten konkrete Fragestellungen und profitieren vom kollektiven Erfahrungsschatz der Branchenexperten.
Ein Schwerpunktthema, das wir von SVP in die Diskussion einbringen:
Wie KI-basierte Suchmaschinentools die Market Intelligence verändern – und welche Konsequenzen das für Tools, Prozesse und Kompetenzen hat.
Wir freuen uns auf anregende Gespräche, neue Impulse und Ihren aktiven Beitrag zu einer zukunftsorientierten Market Intelligence.








Das Format
- Sie stellen Ihre Market Intelligence-Challenge oder ein aktuelles Thema in einem kurzem Impuls von maximal 5 Minuten vor.
- Anschließend wird Ihr Anliegen offen in der Runde diskutiert und durch die Erfahrungen der Teilnehmenden ergänzt. Dabei stehen der praxisnahe Austausch, konkrete Lösungsideen und wertvolle Impulse für Ihren Arbeitsalltag im Mittelpunkt.
- Spontane Fragen und Anmerkungen sind jederzeit willkommen, um gezielt Feedback zu erhalten und weitere relevante Themen anzustoßen.
Ihr Mehrwert
- Offener Austausch zu aktuellen Herausforderungen, Trends und Technologien in der Market Intelligence.
- Konkrete Lösungsansätze für individuelle Fragenstellungen.
- Impulse zu Studienbewertung, Tool-Einsatz und KI-Integration.
- Direkt anwendbares Wissen aus dem Austausch mit Experten und Branchenkollegen.
- Erweiterung Ihres Know-hows durch Best Practices und aktuelle Themen.
- Aufbau und Pflege eines relevanten Netzwerks.
Das Kamingesprächformat
Als Kamingespräch wird eine Veranstaltung bezeichnet, in deren Mittelpunkt eine Kombination aus Interview, Podiumsdiskussion und Publikumsdiskussion steht, welche vor einem kleinen Publikum im spezifischen Ambiente eines Kaminzimmers dargeboten wird. Die Feuerstelle ist seit Jahrtausenden ein zentraler Ort des sozialen Miteinanders. Lange Zeit war die Feuerstelle gar der Mittelpunkt des Lebens überhaupt. Deshalb ist sie im kollektiven Bewusstsein der Menschen fest verankert als ein besonderer Ort, mit dem positive Assoziationen verbunden werden. An diese Tradition wird mit dem Kamingespräch angeknüpft.
Quelle: Jörn Lengsfeld: Glossar der öffentlichen Rede. Bad Waldsee, 2019
Markt, Anwendungen & internationaler Vergleich
Deutschland erlebt derzeit eine dynamische Phase der Implementierung von Künstlicher Intelligenz (KI) in der industriellen Produktion. Der deutsche KI-Markt soll von 4,8 Mrd. Euro (2022) auf rund 10 Mrd. Euro (2025) wachsen – ein jährliches Wachstum von etwa 30 Prozent. Bis 2030 wird ein Marktvolumen von rund 32,16 Mrd. Euro prognostiziert.
Laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW Köln) setzen bereits 37 Prozent der deutschen Unternehmen KI-Technologien ein, meist punktuell und oft mit kostenfreien Tools. In der industriellen Fertigung ist der Einsatz stärker: Über 40 Prozent der Industrieunternehmen integrieren KI aktiv in ihre Produktionsprozesse.

Branchenspezifische KI-Adoption in Deutschland
Die Einführung von KI in der deutschen Industrie verläuft nicht in allen Branchen gleich schnell. Während einige Sektoren bereits einen hohen Digitalisierungs- und Automatisierungsgrad erreicht haben, stehen andere noch am Anfang und holen nun verstärkt auf. Die folgende Übersicht zeigt die prognostizierte Verbreitung von KI bis 2025.
Sektor/Branche
KI-Anteil
Anmerkung
Gesamte Industrie
> 40 %
Ein signifikanter Teil der Industrieunternehmen nutzt bereits eine oder mehrere KI-Lösungen – oft in Bereichen wie Qualitätskontrolle, Prozessoptimierung oder vorausschauender Wartung. Dies zeigt, dass KI zunehmend zum Standardwerkzeug in der Produktion wird.
Großserienfertigung
21 % produktiv
Weitere 11 % der Unternehmen planen den Einsatz bis Ende 2025. Hier steht die Steigerung von Effizienz und Durchsatz im Vordergrund, z. B. durch automatisierte Produktionslinien und KI-gesteuerte Montageprozesse.
Elektroindustrie
19 % Neueinsteiger
Diese Branche verfügt über hohes Potenzial, da viele Unternehmen bislang nur wenig KI nutzen. Der erwartete Zuwachs wird durch steigende Nachfrage nach smarten Produktionsprozessen, Robotik und digitaler Qualitätskontrolle getrieben.
Maschinenbau
10 % Neueinsteiger
Obwohl der Maschinenbau traditionell ein Innovationsmotor ist, erfolgt der KI-Einsatz hier oft projektbezogen. Der Trend geht nun verstärkt in Richtung smarter Maschinensteuerungen, digitaler Zwillinge und KI-gestützter Serviceangebote.
Zentrale Anwendungsfelder der KI
Die Einführung von KI konzentriert sich in Deutschland auf fünf Kernbereiche:
- Roboter & Automatisierung: Intelligente Robotersysteme passen sich flexibel an Produktvarianten an und übernehmen hochpräzise Montagearbeiten.
- Qualitätskontrolle & Fehlererkennung: Deep-Learning-Modelle für automatisierte Inspektionen senken Ausfallraten und Produktionskosten.
- Digitale Zwillinge & Simulation: Virtuelle Abbilder von Produktionsanlagen optimieren Planung und reduzieren Risiken.
- Predictive Maintenance: Echtzeitanalyse von Maschinendaten erkennt Wartungsbedarf frühzeitig und verhindert ungeplante Stillstände.
- Prozessoptimierung: Generative KI erstellt automatisiert Bauteil- und Fertigungsprogramme direkt aus CAD-Daten.
Deutschland vs. China (vs. USA)
Die Umsetzungsgeschwindigkeit und strategische Ausrichtung von KI unterscheiden sich deutlich:
Anteil der Unternehmen mit KI-Einsatz in der Produktion weltweit

Strategischer Fokus und Umsetzungsansatz
Deutschland/Europa und China verfolgen in der KI-gestützten Produktion deutlich unterschiedliche Strategien. Deutschland setzt auf Qualität, langfristige Skalierung und Sicherheit, während China mit hoher Geschwindigkeit, massiven Skaleneffekten und globalem Expansionsdrang agiert.
Der KI-Einsatz liegt in Deutschland bei 37–42 Prozent, in China bereits bei über 50 Prozent und steigt weiter. Höhere Roboterdichten, enorme Investitionssummen einzelner Unternehmen und ein weitgehend unregulierter Rahmen verschaffen China Tempo und Marktvorteile, während Deutschland auf Stabilität und Vertrauen durch strenge Standards baut.

Technologische Ausrichtung und Entwicklungsansätze im Vergleich
Die technologischen Schwerpunkte und Entwicklungsansätze von Deutschland/Europa und China unterscheiden sich grundlegend – sowohl in der Art der Anwendungen als auch in der Organisation von Forschung und Produktion.

Investitionen in KI-Produktion
Ein Blick auf die weltweiten Investitionen in KI für die Produktion zeigt erhebliche Unterschiede in der finanziellen Schlagkraft der führenden Industrieländer – mit China klar an der Spitze, gefolgt von den USA und mit deutlichem Abstand Deutschland.
KI-Investitionen Produktion weltweit in Mrd. USD

Best Practice Beispiele
Praxisbeispiele aus führenden Industrieunternehmen zeigen, wie unterschiedlich Deutschland und China KI in der Produktion einsetzen – und wie beide Ansätze ihre jeweiligen Stärken widerspiegeln. Während deutsche Unternehmen vor allem auf präzise, qualitätsorientierte Lösungen in komplexen Produktionsumgebungen setzen, verfolgen chinesische Unternehmen häufig den Weg der schnellen, umfassenden und hochskalierbaren Integration.
Deutschland
- BMW Group – AIQX Initiative: Revolutioniert die Qualitätssicherung durch KI, vernetzt Produktionsprozesse über Car2X-Technologie.
- Siemens – Industrial Copilot & MTR: CNC-Roboter mit adaptiver Steuerung, KI-gestützte Prozessautomatisierung und vorausschauende Wartung.
- Bosch: Deep-Learning-Modelle zur automatisierten Fehlererkennung.
- TRUMPF: Neuronale Netze zur automatischen Sortierung von Blechteilen.
- Festo: Standardisierte KI-App zur Zylinderüberwachung in pneumatischen Systemen.
China
- Estun Automation: Industrieroboter mit Echtzeitoptimierung durch KI.
- CRRC: Autonome Systemtests und Prozessüberwachung in der Lokomotivenproduktion.
- SMEE: KI-basierte Qualitätskontrolle in der Halbleiterfertigung.
- Foxconn China: Massenhafte Integration von KI-Robotik in der Elektronikproduktion.
Fazit
Deutschland befindet sich in einer Übergangsphase der industriellen KI-Transformation. Mit einer Adoptionsrate von 37–42 Prozent liegt das Land im soliden internationalen Mittelfeld, bleibt jedoch in puncto Umsetzungsgeschwindigkeit deutlich hinter China zurück. Die kommenden Jahre werden entscheidend dafür sein, ob Deutschland die KI-Integration in der Produktion konsequent und flächendeckend vorantreibt – oder ob der Vorsprung Chinas weiter anwächst.
Stärken der deutschen Industrie liegen vor allem im Qualitätsfokus und in der komplexen Integration von KI in High-End-Produktionen, beispielsweise im Maschinenbau oder in der Automobilfertigung. Hinzu kommt eine starke Forschungslandschaft mit Institutionen wie den Fraunhofer-Instituten und führenden Universitäten. Die mittelständische Innovationskraft sorgt für spezialisierte, praxisorientierte Lösungen, während eine verlässliche regulatorische Basis Vertrauen bei Unternehmen und Investoren schafft.
Demgegenüber steht die Dynamik Chinas, geprägt von einem überragenden Investitionsvolumen, das deutsche Ausgaben um ein Vielfaches übersteigt. Die staatlich koordinierte Förderung beschleunigt Entwicklungs- und Umsetzungsprozesse, während Skaleneffekte und vertikale Integration für Effizienz und Marktdurchdringung sorgen. Mit der Vision einer Vollautomatisierung bis 2040 verfolgt China eine langfristige, aber hoch ambitionierte Strategie, um die Führungsrolle in der industriellen KI-Anwendung auszubauen.
Silke Hänisch, Market Intelligence Senior Expert
Quellen:
- Bitkom Research: KI-Adoption in der deutschen Industrie, 15.04.2025
- IW Köln: KI als Wettbewerbsfaktor für die deutsche Industrie, 28.02.2025
- VDMA: Künstliche Intelligenz in der Produktion, 20.09.2024
- Siemens, Bosch, BMW, TRUMPF – Unternehmensangaben, Q1/2025
- table.media: Chinas KI-Entwicklung, 18.02.2025
- evertiq.de: KI-Investitionen in China, 21.01.2025
- GTAI: China AI Industry Report, 09.03.2025
Fortschritte sichtbar, aber weiterhin Luft nach oben
Die Digitalisierung in deutschen Krankenhäusern ist seit der ersten Digitalen Reifegradmessung im Jahr 2021 vorangeschritten. Der Zwischenbericht der zweiten Digitalen Reifegradmessung, die 2024 durchgeführt wurde, zieht das Fazit, dass der digitale Reifegrad der Krankenhäuser von damals 33,3 Punkten auf 42,5 Punkte gestiegen ist. Das entspricht einer Verbesserung um 9,1 Punkte bzw. 27,3 Prozent.[1]
In allen DigitalRadar-Dimensionen haben sich die Krankenhäuser verbessert. Ähnlich wie in der ersten Erhebung schnitten sie am besten in der Dimension „Strukturen und Systeme“ ab, während die Dimension „Patientenpartizipation“ das schlechteste Ergebnis aufwies. In jeder der Dimensionen gibt es weiterhin Krankenhäuser mit sehr niedrigen Erfüllungsgraden, aber auch solche mit bereits sehr hohen.
Erfüllungsgrad nach Dimensionen

Trotz der erzielten Fortschritte seit der letzten Reifegradmessung hat Deutschland im internationalen Vergleich jedoch noch Aufholbedarf.
[1] Der DigitalRadar-Score (DR-Score) reicht von 0 (nicht digitalisiert) bis 100 (voll digitalisiert).
Digitale Angebote der niedergelassenen Ärzte
Im niedergelassenen Bereich deuten Zahlen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) ebenso auf eine zunehmende Digitalisierung hin. Laut Erhebungen der KBV ist seit 2018 in den mehrheitlichen Bereichen eine Zunahme der digitalen Angebote der niedergelassenen Arztpraxen für ihre PatientInnen zu verzeichnen. Dies lässt sich beispielsweise für die Entwicklung der Digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGA), Online-Rezepte und Online-Termine konstatieren. Auch die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) und das eRezept sind in den Versorgungsalltag der Praxen integriert.
Wie der aktuelle PraxisBarometer Digitalisierung zeigt, steigt der Anteil der niedergelassenen Arztpraxen, die DiGA verordnen, seit 2022 kontinuierlich an. Auch die Online-Rezeptbestellung und Online-Terminvereinbarung werden von immer mehr Praxen angeboten. Der Anteil der Arztpraxen, die ihren Patienten ermöglichen, Rezepte online zu bestellen, ist seit 2018 von 24,4 Prozent auf 45 Prozent in 2024 gestiegen. Bei der Online-Terminvergabe wuchs der Anteil der niedergelassenen Ärzte, die Online-Terminvereinbarungen anbieten, im selben Zeitraum um das Doppelte.
digitale angebote

Zwischen September 2020 bis Dezember 2024 wurden insgesamt über 1 Mio. DiGA ärztlich verordnet oder von den Krankenkassen genehmigt. Davon wurden 861.000 DiGA in diesem Zeitraum in Anspruch genommen. Die Anzahl der eingelösten Freischaltcodes steigt stetig ebenso wie die Anzahl der im Verzeichnis eingetragenen DiGA.
Entwicklung der Inanspruchnahme und Anzahl der DiGA

Im Versorgungsalltag der Praxen angekommen sind die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) und das elektronische Rezept (eRezept), auch wenn deren Nutzung nach wie vor nicht immer problemlos verlaufe. Versorgungsebenenübergreifend nutzen 95,1 Prozent der befragten Praxen die eAU und 94,1 Prozent das eRezept bei ihren PatientInnen.
Nutzung der Anwendung bei der Versorgung von PatientInnen

Ausbaufähig: ePA-Nutzung und innerärztliche Kommunikation
Noch nicht im Praxisalltag angekommen, ist die elektronische Patientenakte (ePA), die zwar mehrheitlich installiert ist, aber nur von einem kleinen Anteil genutzt wird.
ePA (elektronische Patientenakte)

Auch die Kommunikation zwischen den Ärzten funktioniert noch nicht auf allen Ebenen digital. Während die niedergelassenen Ärzte durchaus auf digitalen Kanälen miteinander kommunizieren, dominiert in der Kommunikation zwischen den niedergelassenen Arztpraxen und den Krankenhäusern noch die Papierform.
Digitale innerärztliche Kommunikation (2024)

Insgesamt zeigen die aktuellen Berichte, dass sowohl die Krankenhäuser als auch die niedergelassenen Praxen Fortschritte bei der Digitalisierung machen. Dennoch bleibt es eine zentrale Aufgabe, die strukturellen, technischen und organisatorischen Hürden zu beseitigen, um digitale Anwendungen in der Patientenversorgung zu etablieren und die Gesundheitsversorgung für die Zukunft zu rüsten.

Thip Pruckner, Market Intelligence Senior Expert
Quellen:
- PraxisBarometer Digitalisierung 2024, IGES/KBV
- www.kbv.de
- www.aerzteblatt.de
- DigitalRadar, Ergebnisse der zweiten nationalen Reifegradmessung deutscher Krankenhäuser 2024
- Bericht des GKV-Spitzenverbandes über die Inanspruchnahme und Entwicklung der Versorgung mit Digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGA-Bericht) gemäß § 33a Absatz 6 SGB V Berichtszeitraum: 01.09.2020–31.12.2024
Ronald startet in den Ruhestand und bleibt weiterhin Teil von SVP

Nach 21 Jahren erfolgreicher Tätigkeit bei SVP beginnt für Dr. Ronald Hinz nun das spannende Projekt „Ruhestand“ – ganz ohne Meetings, Deadlines oder E-Mails. Dennoch bleibt Ronald dem Unternehmen weiterhin verbunden und wird SVP in einer unterstützenden Funktion erhalten bleiben.
Mit seinem umfangreichen Fachwissen im Bereich Chemie, seiner ruhigen und besonnenen Art sowie seiner großen Verlässlichkeit hat Ronald unser Team über viele Jahre hinweg nachhaltig geprägt. Sein Engagement, seine Geduld und nicht zuletzt sein trockener Humor haben den Arbeitsalltag bereichert und für ein besonderes Miteinander gesorgt.
Wir danken Ronald herzlich für seinen unermüdlichen Einsatz und die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Für seinen neuen Lebensabschnitt wünschen wir ihm vor allem Gesundheit, viel Gelassenheit und die Freude daran, ab sofort nur noch freiwillig früh aufzustehen.
Ronald wird bei SVP immer einen festen Platz haben und ist jederzeit herzlich willkommen.