KI-Tools in der Market Intelligence

Werkzeug oder Ersatz für Experten?

Der Benchmark-Talk hat erneut gezeigt, dass viele Market-Intelligence-Verantwortliche vor sehr ähnlichen Herausforderungen stehen. Unabhängig von Branche oder Unternehmensgröße stellt sich aktuell vor allem eine zentrale Frage: Ist KI ein Werkzeug – oder ersetzt sie den Experten?

Unterstützung statt Substitution

Die Diskussion unter den Teilnehmenden führte zu einem klaren gemeinsamen Verständnis:

Künstliche Intelligenz kann Prozesse in der Market Intelligence deutlich beschleunigen und vereinfachen. Dazu gehören insbesondere:

Gleichzeitig wurde deutlich, dass der eigentliche Mehrwert nicht durch das Tool selbst entsteht. Einordnung, Erfahrung und methodisches Vorgehen bleiben entscheidend. Diese Kompetenzen liegen weiterhin bei den Market Intelligence-Experten.

KI liefert Ergebnisse – die Relevanz entsteht erst durch die richtige Validierung und Ergänzung der Ergebnisse sowie deren Analyse.

Benchmark-Talk-Teilnehmende im Europäischen Hof Heidelberg

Zentrale Herausforderungen beim Einsatz von KI-Tools

Neben der grundsätzlichen Einordnung von KI wurden im Benchmark-Talk konkrete Fragestellungen aus dem Arbeitsalltag diskutiert:

  1. Datenschutz im Kontext von KI: Der Umgang mit sensiblen Unternehmensdaten bleibt eine zentrale Herausforderung. Viele Organisationen stehen vor der Frage, welche Tools datenschutzkonform eingesetzt werden können und wo klare Grenzen gezogen werden müssen.
  2. Effektive Nutzung von KI-Tools: Entscheidend ist nicht die Anzahl der eingesetzten Tools, sondern deren gezielte und strukturierte Anwendung. In der Praxis fehlt es meist nicht an verfügbaren Lösungen, sondern an klar definierten Prozessen, wie diese sinnvoll und effizient eingesetzt werden.
  3. Kombination von KI und internem Wissen: Ein wesentlicher Erfolgsfaktor liegt in der Verknüpfung von KI-Ergebnissen mit vorhandenem Unternehmenswissen. Ohne diesen Kontext bleiben viele Ergebnisse oberflächlich.

Warum der Austausch unter MI-Experten entscheidend ist

Ein weiteres zentrales Ergebnis:

Ein weiteres zentrales Ergebnis:
Es gibt nur wenige Formate, in denen sich Market Intelligence-Experten offen und auf Augenhöhe austauschen können. Gerade dieser Austausch ist jedoch essenziell. Dabei geht es weniger darum, sofort eine fertige Lösung zu entwickeln. Vielmehr stehen folgende Aspekte im Vordergrund:

Die Wege zur Lösung sind oft wertvoller als die Lösung selbst.

Benchmark-Talk als Alternative zum klassischen Konferenzformat

Da die CIMICON-Konferenz nicht mehr stattfindet, fehlt ein etablierter Treffpunkt für den Austausch in der Market Intelligence-Community. Umso wichtiger wird der direkte, fachliche Dialog. Formate wie der Benchmark-Talk bieten hierfür einen geeigneten Rahmen:

Fazit: KI braucht Expertise

Der Einsatz von KI in der Market Intelligence wird weiter zunehmen.  Doch die Rolle der Expertinnen und Experten bleibt zentral. KI ist ein Werkzeug. Der Unterschied entsteht durch die Menschen, die es einsetzen – durch ihre Erfahrung, ihre Methodik und ihre Fähigkeit, Ergebnisse in den richtigen Kontext zu setzen. Unternehmen, die genau diese Kombination beherrschen, werden langfristig einen klaren Vorteil haben.